/

Kommerzienrat Paul Rudolf Eduard Stöhr

geb. 22. März 1846 und gest. 1. März 1928 in Eisenach

 

Der Textilunternehmer, war als Ehrenbürger der Gemeinden Salzberg und Berchtesgaden, und auch als Wohltäter sehr bekannt. Er macht der Fachschule für Holzschnitzerei eine Stipendienstiftung von insgesamt 20000 Mark und stiftete 10 000 Mark zur Ausbildung armer Mädchen. Den Bau des Unterkunftshauses auf dem Untersberg und den Ausbau des Weges unterstützte er mit größen Beiträgen. 

Aus Dankbarkeit ernannte die Alpenvereinssektion Berchtesgaden 1899 anlässlich der Silberhochzeit des Ehepaares Stöhr, ihren Gönner zum Ehrenvorstand. Haus und Weg bekamen seinen Namen. Die Familie Stöhr blieb der AV-Sektion Berchtesgaden eng verbunden. Auch Sohn Georg unterstützte die Ziele des Vereins, er wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

 

1896 Kommerzienrat Paul Rudolf Eduard Stöhr regt den Bau eines Unterkunftshauses auf dem Untersberg

          an, er spendete 6000 Mark.

1898 Baugenehmigung, erteilt durch seine königliche Hoheit Prinz Luitpold, des Königreichs Bayern.

1900 Schnitzschuldirektor August Kiendl wird 1. Hüttenreferent.

1901 Josef Gschoßmann ist der erste Hüttenwirt.

1901 Nach 3-jähriger Bauzeit feiert die Sektion die Eröffnung am 23. Juni.

1903 Verputz hält den Witterungsverhältnissen nicht stand, Lärchenschindeln werden an der West- und                 Südseite angebracht.

1905 Ferdinand Politzka pachtet das Haus.

1906 Otto Schultheiß wird Hüttenreferent.

1907 Eröffnung des Stöhrreitweges, nach 5-jähriger Bauzeit, Kosten 16 000 Mark.

1910 Das Forstamt gestattet die Vergabe des Jägerzimmers, bei Überfüllung des Hauses.

1911 schlägt ein Blitz in das Haus ein und trifft das Bett des Sektionsvorsitzenden Kärlinger.    

          Glücklicherweise war er nicht anwesend.

1920 Josef und Kathi Rieder übernehmen die Bewirtung.

1934 Toni Graßl übernimmt das Amt des Hüttenreferenten.

1937 Hedwig und Michael Russegger sind die neuen Pächter.

1939 Die Flugwache besetzt das Haus.

1943 Otto Schultheiß tritt erneut das Amt des Hüttenrferenten an.

1945 Kapitulation der deutschen Wehrmacht. der Hüttenrefernent findet ein unbeschreibliches Chaos im 

          Stöhrhaus vor. Aufgebrochene Türen, verwüstete Räume, sinnlose Beschädigungen, Teile des 

          Inventars sind verschwunden...

1947 Übernachten 3698 Personen, ein absoluter Rekord.

1949 Julius Hribar wird Hüttenreferent.

1950 Das Forstamt macht Mittagsloch wieder begehbar.

1951 50-Jahrfeier

1955 Sanierung des Stöhrweges und Ausbau des Weges zur Mitagsscharte.

1956 Peter Renoth und seine Frau übernehmen die Bewirtschaftung.

1958 befördert die US-Army den 14 Zentner schweren Küchenherd zum Stöhrhaus.

1962 Kathi und Mathias Brandmayer bewirten nun das Haus.

1963 Ein 32 Hektoliter Faß vom Hofbrauhaus ersetzen die morschen Bottiche zum Wasser  sammeln.

          Die Bundeswehr verlegt ein Starkstromkabel zum Berchtesgadener Hochthron.

1964 Ein Transformator wird von 12 Gebirgsjägern zum Stöhrhaus geschleppt.

1966 Magdalena und Franz Lenz pachten das Stöhrhaus.

1968 Pächterwechsel Monika und Willi Kaltenbacher übernehmen.

1969 Toni Kurz übernimmt für ein Jahr das Amt des Hüttenreferenten,

1970 folgt darauf Axel Fuchslechner.

1971 Ersetzt ein 11 cbm fassender, kunststoffbeschichteter Stahlwassertank, das Holzfass.

1973 Franz Pieth ist neuer Pächter.

1975 Margot und Lothar Südenburg sind die nächsten Pächter.

1976 Abschluss des 1-jährigen Ausbau des Söhrweges auf  "Kleintraktorbreite", 75-jähriges wird gefeiert.

1977 Josef Reichenwallner und seine Mutter bewirtschaften nun das Haus.

1978 Bau der Materialseilbahn.

1979 Die Seilbahn nimmt den Betrieb auf.

1980 Dieter Lohner und seine Frau bewirten jetzt das Haus.

1982 Robin und Rupert Somerauer übernehmen nun für die nächsten  31 Jahre

1985 Anbau der NW-Ecke.

1990 Der Kachelofen wird neu aufgesetzt.

1991 Küchensanierung

          Hüttenreferent ist Sigfried Hinterbrandner

2012 Hüttenreferent Josef Hinterbrandner

2013 Walburga und Hans Gschoßmann als neue Pächter, bewirten nun das Stöhrhaus.

2013 Komplettsanierung der Küche

2014 Einbau eines 50 000 -Liter Wassertankes aus Edelstahl

2015 Die Terrasse wird erweitert.

 

 

DAV Folder

Webcam Stöhrhaus

Webcam Stöhrhaus am Untersberg